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Ich weiß nicht, ob es euch genauso geht, aber manchmal habe ich Tage, an denen ich nicht schreiben kann – und dann wieder sind da Momente, in denen jedes Wort präzise aus mir raussprudelt.

Leider hatte ich in der letzten Zeit nicht sehr viele dieser Momente. Genau genommen ist hier seit fast zwei Jahren (Von Zweifeln, Klischees und dem richtigen Weg) nicht mehr wirklich etwas los gewesen. Doch nicht nur hier im Blog wurde es still, ganz allgemein war ich etwas ruhiger – weniger nachdenklich, weniger kommunikativ. Weg von dem, was mich wirklich bewegt und hin zu dem, was man eben so tut. Wie das Leben so spielt, oder nicht?

Ines geht es ähnlich; sie schreibt dazu in „Der Verlust des Ominösen„:

Ich weiß nur, dass das hier irgendwie nicht mehr ich bin. […] Und das trifft mich, trifft mich hart, denn ich mag diesen Blog. Er hat mich begleitet auf der Reise durch meine ersten Semester, auf dem Weg in die beste Beziehung meines Lebens, ach was, der Welt! Er hat mich begleitet beim träumen und hoffen und lachen und weinen. Er hat mich begleitet auf der Suche nach dem Ich. Und jetzt wo ich es gefunden habe, ist es still hier.

Darüber musste ich erstmal eine Weile nachdenken. Ist das in meinem Fall wirklich der Grund; habe ich mich gefunden und brauche all das nicht mehr? Ging es nur darum, meine Herzdame zu finden? Ich nehme mir immer wieder vor, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, und doch finde ich immer wieder Gründe, es aufzuschieben. Nicht mehr zu schreiben. Meine Zeit anderen – nicht mal wichtigeren – Dingen zu widmen.

Der älteste Entwurf dieses Artikels, der nur den ersten Absatz beinhaltete, ist knappe anderthalb Jahre alt – und auch jetzt fehlen mir die Worte. Dabei gibt es so viel zu sagen. Es ist so viel passiert in der letzten Zeit und es ist so viel mehr geplant.

Dieses Jahr werden wir endlich zusammenziehen. Und ich habe mir fest vorgenommen, spätestens dann wieder regelmäßig zu bloggen. Komme was wolle.