Entschädigung bei Flugverspätungen

Für alle, die diskutiert haben, ob uns wirklich 250 Euro „Strafe“ von Ryanair für den Verspäteten Flug zustehen:

„Der BGH hat aber nur das bekräftigt, was bereits der Europäische Gerichtshof (EuGH) letztes Jahr festgelegt hat: Es ist zulässig, dass ein europaweit einheitlich hohe Pauschal-Entschädigung für die Flugverspätung von mehr als 3 Stunden zu zahlen ist:

250 Euro sind für eine Flugverspätung bis zu 1500 Flug-Kilometer zu zahlen.

400 Euro sind für eine Flugverspätung zwischen 1500 und 3500 Flug-Kilometern zu zahlen.

600 Euro sind als höchste Entschädigung fällig, wenn mehr als 3500 Kilometer geflogen wurden.

Allerdings entfällt die Entschädigung nach einer Flugverspätung, wenn die Fluggesellschaft darlegen kann, dass “außergewöhnlichen Umstände” außerhalb ihrer Handlungskompetenzen zur Flugverspätung geführt haben. Allerdings sind an solche “außergewöhnlichen Umstände” strenge Maßstäbe anzulegen, bloß ein technischer Defekt reicht nicht aus, denn die Verantwortung für die Technik und die daraus folgende Flugverspätung liegt bei der Fluggesellschaft.“

Quelle: dir-info.de

Recht haben, heißt nicht, Recht bekommen. Wobei ich in diesem Fall tatsächlich klagen würde. Denn am Flughafen wurde uns mitgeteilt, dass die Maschine einen technischen Defekt hatte. Dafür gibt es genug Zeugen. Ich hoffe allerdings, dass Ryanair in diesem Fall einfach zahlt. Wir werden sehen.

Subjektive Berichterstattung: Billigflieger, Ryanair, easyjet, GermanWings & Co.

Herzlich Willkommen und vielen Dank, dass ihr meinen ersten Beitrag zum Thema „Subjektive Berichterstattung“ lest. Heutiges Thema ist die Sendung „Extra“ auf RTL. Sie lief gestern Abend um 22:15. Titel der Folge: „Die Billigflug-Lüge„.

Wie es mir auf den Sack geht. Ständig werden sie runtergemacht, die Billigflieger. So subjektiv, das geht auf keine Kuhhaut. Kleines Beispiel: Wer bei Ryanair den Web-Check-In nicht macht, zahlt am Flughafen Geld. Ach nee! Gestern habe ich ja einen Flug gebucht und direkt nach dem Buchvorgang eine E-Mail von Ryanair bekommen, mit diesem Text:

IN ORDER TO TRAVEL YOU ARE REQUIRED TO CHECK-IN ONLINE […] PASSENGERS WHO DO NOT PRESENT A BOARDING PASS AT THE AIRPORT WILL BE CHARGED A RE-ISSUE FEE OF EURO40/GBP40.

Er ist sogar groß geschrieben. Was sollen die denn noch tun? Kein Englisch zu können, ist keine Ausrede. Klar, hier müsste Ryanair nachbessern und die E-Mail auch auf Deutsch bereitstellen. Aber es gibt genügend Online-Dienste, die den Text mal eben übersetzen – und mir kann niemand sagen, dass er keine Bekannten hat, die ansatzweise Englisch können oder bei der Übersetzung via Online-Dienst behilflich sein können.

Gut, bei den Testpersonen war es der Fall, dass das Check-In-System an diesem Tag Wartungsarbeiten unterzogen wurde. Doch auch hierzu findet sich eine Passage in der E-Mail, vorangestellt sogar nochmals der Hinweis, dass man den Check-In ONLINE machen muss!:

ALL PASSENGERS ARE REQUIRED TO CHECK-IN ONLINE AND PRINT THEIR BOARDING PASSES BEFORE TRAVEL

Passengers can check-in online from 15 days up to 4 hours before the scheduled flight departure time on http://www.ryanair.com Once a passenger has checked in online the boarding pass can still be reprinted up to 40 minutes prior to the scheduled flight departure time

Bedeutet also: Man hätte den Check-In zu einem späteren Zeitpunkt erneut probieren können/müssen.

Dann wird weitergemeckert: Übergepäck wäre ja so teuer. Liegt doch auf der Hand. Irgendwo müssen die günstigen Preise ja herkommen, ihr Vollpfosten! Die schenken euch nix, oder dachtet ihr das? Aber auch hierzu findet sich ein Hinweis in der E-Mail:

Strictly one item of cabin baggage per passenger (excluding infants) weighing up to 10kg with maximum dimensions of 55cm x 40cm x 20cm is permitted. (handbag, briefcase, laptops, shop purchases, camera etc. must be carried within your permitted 1 piece of cabin baggage). Extra/oversized cabin baggage will be refused […], or where available, placed in the hold of the aircraft for a fee of Euro/GBP 30. […]

Das heißt, ich erhalte direkt nach der Buchung alle benötigten Informationen per E-Mail. Und obwohl die E-Mail auf Englisch ist, verstehe ich sie. Aber egal, selbst die Webseite wurde bemängelt, man fände dort nicht die benötigten Informationen.

Hierzu ein kleiner Hinweis: Selbstverständlich bin ich PC- und internetaffin, und kenne mich daher bestens aus. Ich habe einen „geschulten“ Blick und finde Informationen deutlich schneller als Laien. Aber was erwarten die? Wer sich im Internet bewegt sollte es – meiner bescheidenen Meinung nach – auch bedienen können.

Gleich auf der Startseite wird mehrmals auf „eventuell anfallende Buchungsgebühren“ hingewiesen. Genauere Angaben – auf Deutsch – findet man, wenn man den Link anklickt (http://www.ryanair.com/site/DE/inpage.php?partner=BOOKINGFEE). Dort wird auch auf eine Tabelle mit genauen Gebühren hingewiesen (http://www.ryanair.com/site/DE/faqs.php?sect=CHARGES).

Was wollt ihr denn mehr? Was ist daran so schwer zu verstehen?

Gut, dass gestern nichts über den Service an Bord des Flugzeuges kam, sonst hätte ich mich wahrscheinlich übergeben. Wir fliegen für gerade mal 22 Euro (plus 20 Euro Buchungsgebühren) nach Mailand – ist doch logisch, dass das kein All-Inclusive-Flug ist. Das sind wahrscheinlich genau diese Pappenheimer, die ein Hotel für 10 Euro die Nacht buchen und dann gerne Büffet hätten. No way!

Was allerdings gar nicht geht, ist die – gestern nicht erwähnte – Rückbuchungspauschale bei GermanWings. Dort musste man zumindest in der Vergangenheit 50 Euro berappen, wenn das Konto nicht gedeckt war. Und das bei niedrigen Personalkosten und Bankgebühren für die Gesellschaft von ca. 3 Euro.

Das allerschlimmste ist: Ich habe ja noch nicht mal was gegen die Personen, die auf Ryanair „reinfallen“. Die also glauben, dass die Welt ein Ponyhof ist und viel Leistung wenig kostet. Ich habe einen Hass auf diese subjektive Berichterstattung von RTL & Co. – kann man denn nicht objektiv berichten? Können die nicht mal „normale“ Experten zu Rate ziehen, die auch objektiv urteilen und nicht an allem was auszusetzen haben?

Fazit: Ich kann es einfach nicht verstehen. Weder die Leute, die sich beschweren, noch weniger die Leute, die darüber so subjektiv berichten. So schreckt ihr die Leute nur vor Ryanair ab – und dann gibt es bald nur noch teure Flüge. Ich bin froh, dass es diese Billigairlines gibt – und auch bei denen muss natürlich Sicherheit groß geschrieben werden – ich brauche keinen Sektempfang, ein Leckerli zum Schluss. Ich will einfach nur fliegen. Und das möglichst günstig.

Telefonmarathon wegen Ryanair

Gestern wollte ich herausfinden, ob ich mit einem vorläufigen Personalausweis mit RyanAir fliegen kann, oder ob es nicht geht. Irgendwo im Internet war auch die Rede von jemandem, der erst am Flughafen merkte, dass sein Ausweis abgelaufen war. Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht und das Internet nicht zwingend die beste Quelle. Also rief ich bei Ryanair an.

Zuerst rief ich eine Bremer Nummer an, die ich irgendwo im Internet gefunden hatte. Ryanair direkt am Flughafen oder ähnliches. Die Dame durfte mir leider keine Auskunft geben, obgleich sie es wahrscheinlich konnte. Aber für Auskünfte bei Ryanair muss man teuer zahlen. Sie gab mir eine 0900er-Nummer, die ich dann auch gleich anrief.

Verbunden mit einer wahrscheinlich russischen englisch sprechenden Dame von der Ryanair Hotline in Dublin konnte ich leider auch nicht mehr in Erfahrung bringen. Sie konnte mir nicht sicher sagen, ob ich mit einem vorläufigen Ausweis fliegen darf – ich soll doch bitte direkt beim Flughafen-Personal anrufen.

Erneut eine Bremer Nummer. Wieder eine Dame, sehr freundlich war sie, doch Antworten auf meine Fragen hatte sie direkte keine. Mit einem vorläufigen Ausweis sollte es gehen, aber sicher konnte sie es nicht sagen. Ein kurzer Anruf bei der Bundespolizei sollte Klarheit schaffen.

Auch bei der Bundespolizei wurde mein Telefonat von einer Dame entgegen genommen. Sie hatte dann auch letztendlich eine klare Aussage:

Die Bundespolizei kann mir vor meinem Flug (Dauer ca. 10 Minuten) eine Bestätigung ausfüllen, die mich zum Fliegen berechtigt. Ein vorläufiger Personalausweis (mit Lichtbild) ist jedoch besser.

Also mal schauen, ob das noch klappt. Morgen geht’s zum Friseur, danach in die Stadt, Bilder machen und Personalausweis beantragen. Nachfragen, ob ich den vorläufigen Ausweis wirklich sofort mitnehmen kann, wenn ja, mitnehmen. Wenn nicht, nicht beantragen und dann bei der Bundespolizei den Wisch holen.

Ich muss mal raus hier!

Wie es der Titel schon sagt: Ich brauche mal Abstand. Zu Deutschland, zur deutschen Sprache (soweit möglich), zu einfach allem hier. Als ich mich heute Mittag durch wer-kennt-wen geklickt habe, bin ich auf eine ehemals gute Freundin aufmerksam geworden, die nun in Dublin als AuPair tätig ist.

Nach stundenlangen Gesprächen stehen die Reisepläne nun und sehen wie folgt aus:

Der Hinflug ist am 8. März um 14:55 mit RyanAir und kostet (inklusive Steuern und Gebühren) 20,44 Euro. Nach Hause geht es am 16. März um 11;35 für 25,2 Euro. Ja, ich weiß – da kommen noch Bearbeitungsgebühren von 8 Euro bei Kreditkartenzahlung oder 10 Euro bei Lastschrift drauf. Macht einen Gesamtpreis von 55,70 Euro.

Die Unterkunft ist noch nicht geklärt. Sie fragt ihre Gasteltern, ob ich bei ihr übernachten kann. Bei Mädels gäbe es wohl keine Probleme, eigentlich bei Jungs auch nicht – aber ohne nachfragen geht das natürlich nicht. Wenn ich nicht bei ihr bleiben kann, schlafe ich in einem Hostel – ca. 10km von ihr entfernt, mitten in der City. Dort kostet die Nacht in einem 6-Bett-Zimmer 12-14 Euro, aber ich könnte dort nur bis Freitag bleiben, das Wochenende ist komplett ausgebucht. Daher erstmal abwarten, was die Familie sagt und dann weiter den Kopf zerbrechen.

Aber eine Sache bereitet mir Kopfschmerzen: Ich würde gerne in der Zeit ein bisschen Arbeiten und mein MacBook mitnehmen (und das iPhone wahrscheinlich auch, oder soll ich das besser hierlassen?! Roaming ist teuer). Mache mir nur ein paar Sorgen wegen der Sicherheit (Diebstahl, etc.) – sie schreiben zwar, dass sie Spinde haben, aber wer weiß…

Die Fahrten mit Bus sind recht günstig und ich habe sehr negativ kalkuiert (3 Fahrten am Tag außer Anreise- und Abreise-Tag) und komme mit einem Ausflug zum Klippenwandern (8,50 für den Zug DART) auf maximal 48,50 Euro.

Verpflegung habe ich mal mit ca. 70 Euro veranschlagt, könnte aber günstiger ausfallen. Vielleicht kochen wir bei der Gastfamilie (unabhängig davon, ob ich dort übernachte oder nicht) und in der Übernachtung ist Frühstück inbegriffen.

Also komme ich für die gesamte Reise auf knapp 300 Euro – das wäre sehr günstig für 8 Nächte!

Was sagt ihr dazu? Vorschläge? Ideen? Soll ich das MacBook hier lassen und dann nicht arbeiten?!