Von dem, was man Zuhause nennt.

Wenn euch jemand fragt, was ‘Zuhause’ ist, dann antwortet ihr wahrscheinlich mit eurem Wohnort oder spaßeshalber mit “die Arbeit”. Ist ja auch streng genommen die richtige Antwort. Ich sage: Sie ist mein Zuhause. Mein Seelenhafen. Mein Fels in der Brandung.

Und wie es der Zufall so will, hat sie nun die Entscheidung getroffen, in mein früheres Zuhause zu ziehen – meine Heimatstadt. Sie will weg von hier. Alles neu. Die Vergangenheit hinter sich lassen. Alles auf Anfang eben. Mir ist es egal, wo ich bin. Ich würde überall auf der Welt wohnen, unter jedweden Umständen. Weder Geld noch Macht waren mir je wichtig, und bisher hat sich das nicht geändert. (Und entgegen der Meinung einiger, dass ich meine Einstellung diesbezüglich ändern sollte, stelle ich Geld nicht mit Sicherheit gleich. Sicherheit ist viel mehr, doch darum soll es jetzt nicht gehen.)

So vieles hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Manches zum Positiven, manches zum Negativen. Alles in allem bin ich zufrieden mit mir selbst, aber einige Entscheidungen im Nachhinein zu reflektieren ist sicherlich keine schlechte Idee. Es war richtig, alles hinzuwerfen, und mir hier – mit ihr zusammen – ein neues Leben aufzubauen. Es war richtig, mir einen festen Job zu suchen, um meine Altlasten loszuwerden. Ich kann mittlerweile mit Geld umgehen (und nein, ich führe trotzdem kein Haushaltsbuch und wahrscheinlich werde ich das auch nie) und habe die richtige Position zwischen sparsam und verschwenderisch gefunden.

Nun muss ich in meiner neuen, alten Heimat nur noch einen Job finden. Aber auch das werde ich irgendwie meistern – und hoffentlich die Lust und die Muse haben, euch daran teilhaben zu lassen. Sowieso sollte ich die Dinge, die mir früher wichtig waren – wie das Bloggen – ernster nehmen. Es ist schwierig, über Privates zu bloggen, ohne zu viel Persönliches preiszugeben und das ist derzeit mein größtes Problem. Aber irgendwo anonym zu bloggen, das wäre nicht mein Ding. (An dieser Stelle sei noch mal denen gedankt, die dieses Blog immer noch abonniert haben und/oder lesen.)

Zurück zum Thema: Im August geht es dann in unsere erste gemeinsame Wohnung. Ohne RTL-Kamerateam, aber mit einem guten (und gemeinsamen) Geschmack und der Hilfe von Familie und Freunden. Die Einweihungsfeier wird hoffentlich dafür sorgen, einige alte aber nicht vergessene Freunde wieder in den aktuellen Freundeskreis aufnehmen zu können.

Ich sagte zwar immer, dass ich nicht in meiner Heimat sein muss und die Nähe zu meiner Familie und zu meinen damaligen Freunden nicht brauche, aber je näher der Moment rückt, umso mehr freue ich mich darauf. Das heißt nicht, dass es mich – oder vielmehr uns – für immer dort halten muss, aber für die nächsten Jahre ist das nicht nur mein Plan, sondern auch mein Wunsch, wieder ‘Zuhause’ zu sein.

Weil sich eine Sache – diese eine wichtige Konstante – nicht verändert hat. Sie ist immer noch an meiner Seite und stärkt mir den Rücken, fängt mich auf, wenn es mir schlecht geht und lacht mit mir. Und dafür bin ich unendlich dankbar. Endlich die gefunden zu haben, die nicht aufgibt. Die mich so nimmt, wie ich bin. Die auch, wenn es schwer ist, weiter nach vorne schaut und immer nur eines im Blick hat: Unsere gemeinsame Zukunft. Sie ist meine Zukunft, der Rest nur Nebensache. Und solange sie weiterhin an meiner Seite bleibt, bin und bleibe ich der glücklichste Mensch auf dieser Welt.

Wenn du mich fragst, wie lang das geht mit uns, dann glaub ich fest, dass es für immer geht.

– Zu dir (Weit weg) von Mark Foster

Alles auf Anfang

Ich weiß nicht, was sich verändert hat. Warum ich nicht mehr schreiben kann, oder will. Vor mittlerweile zwei Monaten habe ich mich damit auseinander gesetzt und einen Artikel darüber geschrieben. Doch geändert hat sich nicht viel.

Ich denke nach, und ich komme zu keinem wirklichen Ergebnis. Mein digitales Ich hat sich verändert, ebenso wie mein reales Ich.

Die Frage ist nun, wie ich wieder ‘ich selbst’ werden kann, oder vielmehr, ob das überhaupt Sinn macht und ich meine neue Identität nicht einfach annehmen sollte.

Ich will schreiben. Ich will twittern. Ich will wieder, dass alles so läuft, wie es früher war. Dazu brauchte es früher nichts, heute brauche ich Disziplin, die mir in vielen Dingen fehlt.

Doch wie das immer so ist, von nichts kommt nichts. Wenn man nicht diszipliniert ist, muss man sich eben einfach zwingen. Und somit zwinge ich mich nun dazu, mein Blog endlich zu überarbeiten und einen ersten brauchbaren Artikel online zu stellen.

Alles auf Anfang eben.

Wir alle haben diese Tage, an denen wir nicht schreiben können.

Ich weiß nicht, ob es euch genauso geht, aber manchmal habe ich Tage, an denen ich nicht schreiben kann – und dann wieder sind da Momente, in denen jedes Wort präzise aus mir raussprudelt.

Leider hatte ich in der letzten Zeit nicht sehr viele dieser Momente. Genau genommen ist hier seit fast zwei Jahren (Von Zweifeln, Klischees und dem richtigen Weg) nicht mehr wirklich etwas los gewesen. Doch nicht nur hier im Blog wurde es still, ganz allgemein war ich etwas ruhiger – weniger nachdenklich, weniger kommunikativ. Weg von dem, was mich wirklich bewegt und hin zu dem, was man eben so tut. Wie das Leben so spielt, oder nicht?

Ines geht es ähnlich; sie schreibt dazu in “Der Verlust des Ominösen“:

Ich weiß nur, dass das hier irgendwie nicht mehr ich bin. […] Und das trifft mich, trifft mich hart, denn ich mag diesen Blog. Er hat mich begleitet auf der Reise durch meine ersten Semester, auf dem Weg in die beste Beziehung meines Lebens, ach was, der Welt! Er hat mich begleitet beim träumen und hoffen und lachen und weinen. Er hat mich begleitet auf der Suche nach dem Ich. Und jetzt wo ich es gefunden habe, ist es still hier.

Darüber musste ich erstmal eine Weile nachdenken. Ist das in meinem Fall wirklich der Grund; habe ich mich gefunden und brauche all das nicht mehr? Ging es nur darum, meine Herzdame zu finden? Ich nehme mir immer wieder vor, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, und doch finde ich immer wieder Gründe, es aufzuschieben. Nicht mehr zu schreiben. Meine Zeit anderen – nicht mal wichtigeren – Dingen zu widmen.

Der älteste Entwurf dieses Artikels, der nur den ersten Absatz beinhaltete, ist knappe anderthalb Jahre alt – und auch jetzt fehlen mir die Worte. Dabei gibt es so viel zu sagen. Es ist so viel passiert in der letzten Zeit und es ist so viel mehr geplant.

Dieses Jahr werden wir endlich zusammenziehen. Und ich habe mir fest vorgenommen, spätestens dann wieder regelmäßig zu bloggen. Komme was wolle.

Mein Traum-Setup #4 (November 2013)

Und erneut hat es etwas über ein Jahr gedauert. Im November 2012 habe ich zuletzt über mein Traum-Setup gebloggt. Ich nutze auch noch heute das MacBook Pro (15-inch, Mid 2010) meines Arbeitgebers – mittlerweile mit 512 GB-SSD und somit sehr guten Geschwindigkeiten beim täglichen Arbeiten. Seit einigen Wochen ist auch das neue OS X Mavericks installiert, wodurch sich die Performance nochmals verbessert hat.

Meine Pläne, das MacBook Air (13-inch, Mid 2011) durch eine Variante mit größerer SSD (mindestens 256 GB) zu ersetzen, habe ich ad acta gelegt. Letztes Jahr fasste ich das MacBook Pro 13-inch mit Retina Display ins Auge und schrieb über die damals noch hohen Preise:

Der Preis von 1749 Euro – bzw. 2049 Euro mit 256 GB SSD – ist mir zur Zeit noch zu hoch, daher werde ich für den Moment bei meinem aktuellen Setup bleiben. Wenn ich aus irgendwelchen Gründen mein Setup auffrischen müsste, würde ich erneut zum MacBook Air (13-inch) greifen; diesmal jedoch eindeutig mit 256 GB SSD.

Die erste Preissenkung, welche mit Einführung des Early 2013-Modells im vergangen Februar umgesetzt wurde – von 1749 auf 1699 Euro trotz besserer Leistung – ließ schon hoffen, doch mit der letzten Monat erschienenen Neuauflage (Late 2013) sank der Preis erneut. Nun liegt der Einsteig bei günstigen 1299 Euro. Und allzu lange wird es nicht mehr dauern, bis ich mir den Wechsel gönne.

Ein Mac mini (Mid 2011) werkelt mit Plex als Medien-Software am Fernseher vor sich hin und ersetzt somit mein Apple TV der 2. Generation, welches ich vor kurzem auf eBay zu einem guten Kurs verkaufen konnte. Ein Mac mini mit Haswell-CPU wird ja noch erwartet; falls ich das nötige Kleingeld hätte, würde ich mir dann das Einstiegsmodell mit 16 GB und einem Fusion Drive – selbstgebaut, weil günstiger – aus 250 GB SSD und der größten verfügbaren HDD mit 9.5mm Bauhöhe gönnen.

Das iPad 2 mit 64 GB, welches ich ebenfalls von meinem Arbeitgeber erhalten hatte, nutzt mittlerweile einer der neueren Kollegen. Ich bin seit September im Besitz eines iPad mini mit 16 GB und ich sage euch: Besser kann man abends im Bett nicht surfen und Videos schauen. Meine Freundin hat auch eines bekommen und braucht das MacBook Air nun nur noch gelegentlich für Präsentationen – genau genommen könnte sie die auch am iPad erstellen, aber an einem vollwertigen Computer geht das doch leichter von der Hand.

Mein iPhone 5 mit 32 GB wird zumindest noch bis zur im Februar 2014 anstehenden Vertragsverlängerung treue Dienste leisten müssen. Entgegen meiner Erwartung, beim nächsten Gerät wieder auf 64 GB umzusteigen denke ich, dass die Hälfte durchaus ausreichend ist.

Immer noch dabei ist meine Time Capsule 802.11n (3rd Gen) die aber leider nur über 1 TB Speicher verfügt und somit bald einem neuen Modell mit wahrscheinlich 3 TB weichen muss.

Ist-Zustand: MacBook Pro 15″, 2.4 GHz Core i5, 4 GB RAM, 500 GB SSD (Arbeitsgerät) // MacBook Air 13″, 1.7 GHz Core i5, 4 GB RAM, 128 GB SSD // Mac mini, 2.3 GHz Core i5, 8 GB RAM, 1.25 TB Gesamt (2 HDDs) // iPad mini Wi-Fi, Schwarz & Graphit, 16 GB // iPhone 5, Schwarz & Graphit, 32 GB

Realisierbar: MacBook Pro Retina 13″ 2.6 GHz Core i5, 16 GB RAM, 512 GB SSD // Mac mini mit mehr RAM, einer SSD und mehr Kapazität // iPad mini Wi-Fi + Cellular, Schwarz & Graphit, 32/64 GB (eventuell mit Retina-Display) // iPhone 5s, Schwarz & Graphit, 64 GB

Meinem (zurzeit unrealisierbaren) Wunsch-Setup wäre nur noch ein iPad Air (just for fun) sowie ein Thunderbolt-Display hinzuzufügen.

Nun bin ich gespannt: Welche Macs nennt ihr euer Eigen und wie sieht euer Traumsetup aus?

Von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (mein Jahresrückblick 2012)

Vor rund zwei Jahren war ich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und glaubte damals, alle Werte korrekt definiert zu haben. Das Jahr 2012 hat mir gezeigt, dass meine Gewichtung eine andere hätte sein müssen. Dieses Jahr war turbulent, um nicht zu sagen kunterbunt – ich habe so ziemlich alles, woran ich glaubte, über den Haufen geworfen und neu angefangen. Und das nicht zum ersten Mal.

Doch von vorn: Während ich 2010 noch dachte, dass die Freiheit, die ich während meiner Selbständigkeit genießen konnte, das höchste Gut ist, bin ich nun der festen Überzeugung, dass man ein bisschen dieser Freiheit einbüßen sollte, wenn man dafür eine Arbeit bekommt, die die Rechnungen bezahlt. Ja, Zeit ist wichtig und man sollte sich niemals unter Wert verkaufen – aber da Zeit Geld ist, kann man ein bisschen jonglieren; nun habe ich etwas weniger Freizeit, dafür aber einen geregelten Tagesablauf und im Durchschnitt auch etwas mehr Geld – vor allem aber kommt es monatlich und macht es so möglich, dass ich damit planen kann. Leider geht ein Großteil dieses Geldes für Sünden der vergangenen Jahre drauf, aber ich lasse mich davon nicht unterkriegen und blicke nach vorn. Auch hielt ich an einer Beziehung fest, die mich nicht ausfüllte, pflegte Freundschaften zu Menschen, die mich dann doch im Stich lassen sollten und habe meine Familie – überwiegend aus finanziellen Gründen – vernachlässigt. Im Jahr 2011 habe ich kleine Schritte gemacht: Zuerst die überfällige Trennung, dann der notwendige Nebenjob. Doch 2012 sollte das Jahr werden, in dem ich alles über Bord werfen würde.

Im Februar habe ich meine Herzdame kennengelernt, die meine Welt komplett auf den Kopf stellte. Manche würden sagen es war rein zufällig, doch ich glaube an das Schicksal. Ich twitterte über Ed Sheerans Album und sie antwortete. Es folgten schlaflose Nächte, unzählige Telefonate und wundervolle Nachrichten. Kurz darauf fuhr sie zu mir nach Bremen und als ich sie am Bahnhof das erste Mal sah, wusste und fühlte ich, dass es das Richtige sein kann. Natürlich weiß man nie, ob es hält, aber entgegen aller vergangenen Beziehungen kann ich auch nach zehn Monaten, die alles andere als leicht waren, noch immer sagen, dass ich in sie verliebt bin. Und falls ich irgendwann das Gefühl haben sollte, dass es nicht mehr passt, werde ich es lieber schnell beenden, als erneut in einer Beziehung zu bleiben, die mir nicht gut tut. Nein, es ist nicht ansatzweise so. Einer der Momente in diesem Jahr war auch der Videodreh für 140 Sekunden, in dem wir beide davon erzählen, wie wir uns kennengelernt haben:

Da meine Selbständigkeit irgendwie vor sich hin dümpelte und mich auch sonst nichts in Bremen hielt, bin ich Anfang Mai nach Aachen gezogen – wie sich später herausstellen sollte, war das ebenfalls eine gute Entscheidung. Anfangs hatte ich noch Hoffnung, meine Selbständigkeit hier weiter fortführen zu können. Da ich nicht Fuß fassen konnte, habe ich mich Ende Juni schweren Herzens arbeitlos gemeldet und mich nach einer Vollzeitstelle umgesehen – die ich glücklicherweise durch Eigeninitiative relativ schnell gefunden habe. Nun arbeite ich seit Anfang August bei einem Apple Premium Reseller in der Technik, helfe aber auch manchmal im Vertrieb aus oder bin bei Kunden vor Ort, um deren Probleme rund um den Mac zu lösen. Der Job macht Spaß, auch die Kollegen sind mehr als nur nett und ich kann endlich meine Rechnungen zahlen.

Aufgrund der finanziellen Probleme in der Vergangenheit gab es sogar eine Zeit, in der ich knapp eineinhalb Jahre nicht bei meiner Familie sein konnte. Im letzten halben Jahr war ich drei Mal in der Heimat; auch in Zukunft habe ich vor, alle zwei bis drei Monate nach Hause zu fahren. Das schönste Ereignis dieses Jahr bezogen auf Familie? Meine Mutter an Ihrem Geburtstag zu überraschen. Ich habe den ganzen Tag nichts von mir hören lassen und bin nach der Arbeit zu ihr gefahren. Natürlich hilft es auch ungemein, dass Aachen deutlich näher an der Heimat ist als Bremen. Sozusagen habe ich dank des Umzugs gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ich habe die tollste Freundin der Welt, einen wundervollen neuen Job, mehr Geld und ich bin näher an der Heimat und meiner Familie. Im nächsten Jahr will ich mindestens vier Mal mit meiner Liebsten zu meiner Familie fahren und auch zwischendurch deutlich öfter etwas von mir hören lassen.

Nachdem meine Liebste nach einigen Komplikationen mit Ihrer Familie vor rund einem halben Jahr ausgezogen ist, haben ihre ältere Schwester und ihr Mann sich allergrößte Mühe gegeben, ein guter familiärer Ersatz und in allen Lebenslagen eine Anlaufstelle zu sein. An dieser Stelle kann ich mich eigentlich nur dafür bedanken, dass auch ich dort so herzlich aufgenommen wurde. Endlich mal eine ‘Schwiegerfamilie’, die sich sehen lassen kann. Danke für die zahlreichen Spieleabende und ein unvoreingenommenes Kennenlernen!

Alles in allem war es also eine gute Entscheidung, wieder bei Null anzufangen. Ich habe Traumfrau und Traumjob gefunden – was könnte ich mehr wollen?

Glücklich bleiben. Es ist wichtiger denn je, dass alles so bleibt wie es ist bzw. sich zum Positiven wendet. Solange sie an meiner Seite ist, kann eigentlich nichts schief gehen. Ich hätte nie gedacht, dass es so enorm wichtig ist, eine glückliche Beziehung zu führen. Daher: Danke für alles. Danke für’s Einfach-mal-zu-mir-fahren, für die Hilfe bei der Wohnungssuche und dabei, wie ich den Umzug am günstigsten über die Bühne bringe. Danke für die Hilfe beim Einrichten der Wohnung, danke für die vielen Male, die mich ein Kerzenmeer erwartete. Danke dafür, dass du dieses Jahr mit mir durchgestanden hat, egal wie schwer es war, egal wie knapp es finanziell war. Danke dafür, dass ich mich bei dir nicht verstellen muss und danke, dass du immer für mich da bist. Mein höchster Vorsatz für 2013 ist, dass ich weiterhin ehrlich und aufrichtig zu dir sein will. Ich bin so unglaublich glücklich mit dir und ich liebe dich von ganzem Herzen! Ich wünsche mir, dass wir 2013 zu unserem Herzpaar-Jahr machen und noch viele wundervolle Tage, Abende und Nächte miteinander verbringen.

Allen meinen Lesern danke ich für die vielen Seitenaufrufe und Kommentare dieses Jahr. Ich hoffe mal sehr, dass ich im nächsten Jahr öfter als in den letzten Monaten die Zeit finde und Muße habe, hier zu bloggen. Einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr euch allen!

Mein Traum-Setup #3 (November 2012)

Über ein Jahr ist es nun her, dass ich zuletzt mein Traum-Setup verbloggte. Zuletzt habe ich meinen iMac 27″ und das MacBook Air 11″ gegen ein MacBook Air 13″ und einen Mac mini ausgetauscht; nachzulesen hier und hier. Nicht nur, dass das aktuelle Setup ein ganz anderes ist – da Apple in letzter Zeit ziemlich viele neue Produkte rausgebracht oder angekündigt hat, ist eine Aktualisierung mehr als überfällig. Here we go:

Zurzeit nutze ich überwiegend das von meinem Arbeitgeber zur Verfügung gestellte MacBook Pro 15″ (Mitte 2010) mit OS X Mountain Lion. Das MacBook Air 13″ ist mittlerweile in Obhut meiner Freundin, die es als Hauptgerät nutzt und damit mehr als zufrieden ist. Da im MacBook Pro keine SSD eingebaut ist, bin ich immer froh, wenn es hier ist und ich – sollte ich von der langsamen Performance des MacBook Pro beim täglichen Arbeiten genervt sein – ganz einfach wechseln kann. Damals schrieb ich:

Zwischenzeitlich hatte ich überlegt, mir eventuell die Variante mit 256 GB SSD zu gönnen – aber 250 Euro mehr für 128 GB Speicher muss ich nicht ausgeben.

Hätte ich mir das mal lieber anders überlegt ;) Als ich mir das MacBook Air 13″ kaufte, waren 128 GB noch ausreichend, mittlerweile würde ich aber – nicht zuletzt aufgrund der günstigeren Preise – zu 256 GB greifen.

Seit Jahren hoffte ich auf eine schnellere Variante des MacBook Air, nun wurde mein Wunsch endlich erhört. Das MacBook Pro 13″ mit Retina Display ist nicht ganz so schlank wie das Air, aber deutlich schneller. Und wer das Display einmal gesehen hat, wird mir zustimmen: Es ist das beste Display, das je in einem mobilen Computer verbaut wurde. Der Preis von 1749 Euro – bzw. 2049 Euro mit 256 GB SSD – ist mir zur Zeit noch zu hoch, daher werde ich für den Moment bei meinem aktuellen Setup bleiben. Wenn ich aus irgendwelchen Gründen mein Setup auffrischen müsste, würde ich erneut zum MacBook Air 13″ greifen; diesmal jedoch eindeutig mit 256 GB SSD.

Mein iPhone 4S habe ich kürzlich gegen ein iPhone 5 mit 32 GB Speicher getauscht. Eigentlich wären mir 64 GB lieber gewesen, aber mit knapp 900 Euro wäre das dann ein bisschen über dem Budget gewesen – und die 32 GB reichen derzeit vollkommen aus, weil ich auf dem iPhone so gut wie keine Musik höre. Wenn ich es nun noch schaffen würde, die ca. 12 GB Apps, die sich auf dem Gerät tummeln, mal auszumisten… ;)

Ebenfalls von meinem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt (besten Dank an dieser Stelle!): Ein iPad 2 mit 64 GB. Nutze ich privat überwiegend zum Lesen oder für eine Runde Carcassonne – welches übrigens zurzeit mein Lieblingsspiel ist. Das neue iPad mini wäre eine perfekte Ergänzung, um im Bett liegend zu lesen. Der Bildschirm des iPhone 5 ist auf Dauer dann doch zu klein, daher lese ich viele Artikel am Mac.

Mein iPod Shuffle ist abhanden gekommen. Geklaut, verloren, aus Versehen weggeworfen – wie auch immer. Das iPod-Lineup wurde zwar gerade überarbeitet, aber zurzeit habe ich keinen Nutzen für einen iPod Shuffle; das iPhone ist vollkommen ausreichend.

Meine Time Capsule nutze ich als Backup-Festplatte und Router und bin bisher sehr zufrieden. Einen Festnetzanschluss habe ich nicht, daher kann ich auf die zusätzlichen Funktionen, die meine vorherige Fritz!Box hatte, durchaus verzichten. Ein Apple TV der 2. Generation und eine AirPort Express warten darauf, bald gebraucht zu werden.

Ist-Zustand: MacBook Pro 15″, 2.4 GHz Core i5, 4 GB RAM, 320 GB HDD (Arbeitsgerät) // MacBook Air 13″, 1.7 GHz Core i5, 4 GB RAM, 128 GB SSD // iPad 2 Wi-Fi + 3G, weiß, 64 GB (Arbeitsgerät) // iPhone 5, Schwarz & Graphit, 32 GB

Realisierbar: MacBook Air 13″ 1.8 GHz Core i5, 4 GB RAM, 256 GB SSD // iPad mini Wi-Fi + Cellular Schwarz & Graphit 32/64 GB // iPad mini Wi-Fi, Schwarz & Graphit 16 GB // iPhone 5, Schwarz & Graphit, 64 GB

Wunsch-Setup: MacBook Pro 13″ mit Retina Display, Core i5 2.5 GHz, 8 GB RAM, 512 GB SSD // 1x 27″ Thunderbolt-Display (perfekt für Filme!) // iPad mini Wi-Fi + Cellular, Schwarz & Graphit, 64 GB // iPhone 5, Schwarz & Graphit, 64 GB

Wieso ich nicht an ein ‘iPhone 5′ glaube.

Vor genau einer Woche verschickte Apple Einladungen zu einem Event im Yerba Buena Center an die namhafte Presse. Auf diesem Bild zeigt die Zahl 12 (für den heutigen Tag) einen Schatten in Form einer 5:

So ziemlich jeder rechnet nun mit einem ‘iPhone 5′. Ich nicht. Das nächste iPhone wird voraussichtlich einfach nur ‘iPhone’ heißen.

Das aktuelle iPad nannte Apple nicht ‘iPad 3′, sondern nur ‘iPad’. Nein, auch nicht ‘the new iPad’, sondern the new ‘iPad’. Kleiner, aber feiner Unterschied. Doch was ist der Grund dafür?

The reason Apple dropped model numbers with the iPad has seemed obvious to me for months: because they’re going to be selling the current “new iPad” alongside the yet to be announced iPad Mini.

Think about it, if Apple kept the model number then consumers would have to choose between the iPad 3 and iPad Mini. What would Apple do for the next version of the iPads?

[via jherrmann.com]

Ich denke, dass Apple einfach ebenso wie bei den Macs auf die Modellnummern verzichten möchte. Ein MacBook Pro ist eben ein MacBook Pro, und wenn jemand wissen möchte, welches genau, kann er auf die Jahreszahl zurückgreifen. Vor allem bei dem iPhone, welches wahrscheinlich heute vorgestellt wird, wäre das verwirrend: Nach dem iPhone 3G kam das 3GS, danach das iPhone 4 – die 4. Generation. Das nächste iPhone wird allerdings die 6. Generation sein, weswegen es iPhone 6 heißen müsste. Ein ‘iPhone 6′ auf das iPhone 4S folgen zu lassen, würde aber sicherlich einige Kunden verwirren.

Mein Tipp: 5 Produktvorstellungen. Ein neues iPhone ist ziemlich sicher; kleinere iPads sowie 13″ MacBook Pros mit Retina-Display werden seit Wochen erwartet; iMac und eventuell Mac mini dürften auch mal wieder aktualisiert werden; nicht zu vergessen die alljährliche iPod-Aktualisierung im September.

Was glaubt ihr? Steht die 5 für den Namen des neuen iPhones, für die Anzahl der neuen Produkte bzw. deren Aktualisierungen oder doch für etwas ganz anderes?

Von Zweifeln, Klischees und dem richtigen Weg

Jede Beziehung hat nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile und man erlebt nicht nur Höhenflüge, sondern muss auch gemeinsam durch die Täler des Lebens schreiten. Wenn es aber so ist wie bei uns und man den Partner wichtiger nimmt als sich selbst, seine Ängste und Sorgen nicht abwinkt, sondern sich damit auseinandersetzt und versucht, ihn zu unterstützen, so gut man kann – was sollte einer dauerhaft glücklichen Beziehung dann im Weg stehen?

Entfernung, Zweifel und Klischees.

Das typische Klischee der Fernbeziehung werden wir bald nicht mehr erfüllen. Ich werde zu ihr ziehen, weil mich hier in Bremen nichts mehr hält und ein Neustart meines eigenen Lebens schon lange überfällig ist. Auch der große biologische Altersunterschied wird oftmals angesprochen.

Natürlich interessiert es mich, was die anderen sagen. Immer. Uns trennen immerhin achteinhalb Jahre; klar ist das nicht immer leicht, aber bei uns passt es. Wir haben die gleichen Interessen und Lebenseinstellungen, trachten nach den gleichen Werten und Zielen, haben beide ziemlich konkrete und passende Pläne unserer Zukunft – und trotzdem unterscheiden wir uns charakterlich. Während ich eher versuche, der Ruhepol zu sein, ist sie alleine dadurch, dass sie Halbperserin ist, ein wenig emotionaler und temperamentvoller als meine vergangegenen Freundinnen. Und so wie ich versuche, darüber hinwegzusehen, wenn sie mal lauter wird, versucht sie, mich zu nehmen, wie ich bin – auch wenn ich mal verletzend oder ausfallend werde, weil auch ich mich für einen kurzen Moment nicht unter Kontrolle habe.

Sicherlich verändert man sich mit der Zeit – und je jünger man ist, umso mehr. Und genau davor habe ich Angst. Angst davor, dass sie sich zu sehr verändert und ich dann nicht mehr in ihr Leben passe. Immer mal wieder habe ich sogar Angst davor, dass sie doch nur spielen will und mich in ihren Fingern hält wie eine Marionette, die jedem Wort von ihr gehorchen könnte und sich selbst verliert. Ich habe Angst, dass sie sich mir irgendwann verschließt und mich nicht mehr so sehr an sich ranlässt, wie sie es sollte. Ohne Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Offenheit kann eine Beziehung nicht funktionieren.

Meiner Meinung nach endet dieser ‘Reifeprozess’ nie. Man verändert sich ständig. Ich kenne einige Traumpaare, die sich kennen lernten, als zumindest einer der beiden noch unter 18 war. Wenn man in einer Beziehung ist, gilt es, miteinander zu wachsen und nicht aneinander vorbeizureden – ungeachtet des Alters oder anderer Umstände.

Doch genau diese Klischees sind es, die immer wieder Zweifel wecken und Ängste schüren. Was, wenn es doch nicht klappt? Was, wenn alle Recht behalten würden? Ein zweischneidiges Schwert. Natürlich müsste ich dann zugeben, dass es nicht funktionierte. Auf der anderen Seite fühlt es sich ‘für den Moment’ gut an, wieso soll ich es also nicht genießen? Und genau das ist es, was uns fehlt. Einfach mal im ‘hier und jetzt’ leben und nicht an morgen denken. Die negativen Gedanken ausblenden und den Moment genießen.

Spätestens dann, wenn ich mit ihr telefoniere und wir zum dritten Mal in einer Minute genau das Gleiche denken oder sagen, weiß ich, dass da irgendetwas zwischen uns ist, das alles Bisherige in den Schatten stellt. Und ich bin mehr als nur bereit dafür, es zu verteidigen, so lange es in meiner Macht steht und ich dahinter stehe.

Natürlich habe ich Zweifel. An mir selbst, an ihr, an ihren Gefühlen, an der Beziehung im Allgemeinen. Daran, ob sie es so ernst meint, wie sie es sagt und schreibt; daran, ob das für sie wirklich die große Liebe ist, von der sie spricht; daran, ob wir auch in Zukunft so offen, ehrlich und aufrichtig sind und uns alles sagen, auch wenn es mal weh tut; daran, ob wir auch weiterhin den anderen wichtig nehmen, meistens sogar wichtiger als uns selbst; und mehr geben, als wir nehmen.

Wie könnte ich die Sache auch anders angehen, als zu Zweifeln? Wie könnte ich mir nicht wochenlang den Kopf darüber zerbrechen, ob es klappen könnte und trotzdem noch ruhigen Gewissens in den Spiegel schauen? Wenn es nur das Gefühl wäre und ich mir nicht sicher wäre, dass es von meiner Seite aus kein Zurück gibt und weder mein Kopf noch mein Herz dieses ‘Zurück’ je wollen könnten, wie könnte ich dann einfach mal einen Umzug über 380 Kilometer planen? Kopf und Herz im Einklang – so soll es sein.

Die berüchtigte ‘rosarote Brille’ habe ich schon lange vor meiner jetzigen Freundin abgelegt, nicht zuletzt dank einiger Ex-Freundinnen, die meinen Charakter geprägt haben. In einer Beziehung bleiben Meinungsverschiedenheiten und Streits nicht aus und sicher wird auch unser Glück irgendwann zu zerbrechen drohen. Wichtig ist es, dann zusammenzuhalten und gemeinsam zu kämpfen – für sich selbst, für den anderen, für das ‘wir’, das es zu erhalten gllt, koste es, was es wolle.

Ich weiß ganz genau, was ich will. Es ist nicht die rosarote Brille, durch die ich all das sehe. Ich habe viel durchgemacht und ich weiß genau, was mir gut tut und was nicht. Und sie tut mir gut und ich hoffe, dass das so bleibt. Ich habe mich drastisch verändert, bin nun hundertprozentig ehrlich, aufrichtig und offen – auch, wenn ich sie dadurch verletze. Weil es der richtige Weg ist. Weil es unser Weg ist.

Von tausend Gedanken, dem richtigen Gefühl und dem perfekten Zeitpunkt

Ständig ist da diese Frage, ob es nicht besser wäre, wenn wir warten. Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt und danach, ob wir uns nicht nur selbst im Weg stehen. Ich erkenne Parallelen zu der wunderschönsten Liebesgeschichte, die ich kenne – die von Josh und Nicole Johnson. Sie sagt:

I even told him, ‘It doesn’t make sense for me to be in love with you right now. I feel like I could see into his heart and see the man that he was going to be, but he wasn’t quite there yet, and that’s who I fell in love with. (It takes two hearts to win: The Elenowen story – sehr lesenswert!)

Und ich frage mich, ob es sinnvoll wäre, das zu wiederholen und ob es nicht besser wäre, wenn wir warten. Weil es so viel leichter wäre, wenn uns nicht knapp 400 Kilometer trennen würden; wenn wir uns nicht im schlimmsten Fall einmal im Monat sehen würden, oder seltener. Und ich denke darüber nach, ob der Zeitpunkt wirklich reif ist und es wirklich das Beste ist. Doch dann frage ich mich auch: Was hätte ich gewonnen? Wie würden die nächsten zwei oder drei Jahre aussehen, was würde ich machen, mit wem wäre ich zusammen, wäre ich glücklich?

Und, ich wär’s nicht. Weil mich niemand so glücklich macht wie sie, wenn sie lächelt oder mir schreibt, dass ich alles für sie bin. Und weil es sich unglaublich gut anfühlt, zu wissen, dass ich sie habe, weil sie mir unglaublich viel bedeutet. Und weil ich glaube, ganz objektiv gesehen und ohne durch die rosarote Brille zu schauen, dass das etwas Längerfristiges sein könnte. Ich glaube, dass es passt. Ich glaube, dass uns theoretisch charakterlich nichts im Weg steht und wir den anderen so akzeptieren wie er ist und wir ihn nicht verbiegen wollen, weil er perfekt ist, in unseren Augen.

Es ist mehr als, was ich mir je erhofft habe und mehr als ich mir je hätte erträumen können. Es fühlt sich besser an als alles andere zuvor und ich will dieses Gefühl nicht verlieren aber was ist, wenn es die falsche Entscheidung ist, es jetzt einfach anzugehen und so zu lassen, wie es ist? Was, wenn es die bessere Entscheidung wäre, es zu lassen und abzuwarten? Sollten wir nicht lieber aufhören, uns durch all diese Entfernung und alles, was durch diese Entfernung viel intensiver wird, wie Eifersucht, Sehnsucht und der Wunsch, abends nicht alleine einzuschlafen, kaputt zu machen?

Es ist eine Zwickmühle zwischen dem was ist und zwischen dem, was zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht das Beste für uns beide ist. Die Frage aller Fragen ist wie immer: Ist das, was ich tue das Richtige? Oder wie John Mayer sagen würde: “Am I living it right?”

Klar ist es das, was mich glücklich macht, für den Moment. Aber leg ich damit den Grundstein für etwas Großes, für die beste Beziehung in meinem Leben? Lege ich damit den Grundstein für meine Familie? Oder sorge ich dadurch, dass ich mich jetzt schon darauf einlasse, obwohl es einige offensichtlich nur schwer überwindbare Hürden gibt, im Endeffekt doch nur dafür, dass es nicht funktioniert und es daran kaputt geht?

Diese ewige Zwickmühle, ob es nicht besser wäre, es zu lassen, oder ob es besser wäre, den Kopf auszuschalten und es einfach zu genießen weil es zu schön ist, um wahr zu sein. Nicht nur für den Moment, nicht nur aufgrund der Verliebtheit und was einem sonst noch so unterstellt wird. Darum geht es nicht, es geht um viel mehr. Es geht darum, gleichzeitig das Gleiche zu denken und zu sagen. Unabhängig voneinander, ohne darüber zu reden, die gleiche Musik zu hören. Immer und immer wieder. Oder über irgendwelchen Mist zu lachen; einfach diese tausend Gemeinsamkeiten, die ich gar nicht in Worte zu fassen vermag.

Und die Antwort des Herzens ist: “Mach weiter. Bleib dir treu.”

Auf mein Herz zu hören war nie mein Ding aber so paradox es ist: Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr denke ich, dass es das beste ist, nicht zu denken. Doch wenn ich denke und wenn ich den Kopf frage, dann zerreißt es mich, weil ich nicht nur das Gefühl habe sondern auch mein Kopf mir sagt, dass es mit ihr einfach für immer halten könnte. Wenn wir es richtig angehen.

Ich meine, niemand ist ohne Fehler und man kann nicht alles richtig machen und man kann Mist bauen, aber man kann auch verzeihen und letztendlich geht es doch gar nicht darum, sondern darum, ob es passt und ob das Gefühl stimmt. Warum also warten, wenn es sich jetzt im Moment so richtig anfühlt?

Fragen über Fragen, die den Kopf zersprengen, den ich einst mir versprach, immer hoch zu tragen. Und ich will’s mir nicht zerdenken. Ich will es einfach fühlen. Ich will mich einfach fallen lassen und den Kopf ausschalten. Weil der Kopf schon lange entschieden hat, sonst hätte ich mich nicht drauf eingelassen. Und trotzdem denke ich darüber nach. Nichts beschäftigt mich mehr, als die Frage, ob es der richtige Zeitpunkt ist.

Doch die Antwort darauf kann nur die Zeit zeigen.

Von Netzromanzen, Oberflächlichkeit und was es heißt, jemanden zu kennen

Nicht jede Beziehung beginnt ganz klassisch durch die Begegnung zweier Menschen, die sich gleichzeitig in die Augen schauen und dann eventuell ebenso gleichzeitig lächeln. Mittlerweile ist es immer häufiger der Fall, dass man seinen Partner online kennenlernt. Ein Großteil des Lebens findet mittlerweile im Internet statt – wir tauschen uns mit Freunden aus, informieren uns über die aktuellsten Nachrichten oder kaufen dort sogar ein. Trotzdem scheinen viele dem konservativen Dating aufgeschlossener zu sein. Was aber spricht dagegen, mal unkonventionell zu sein?

Ich rede nicht einmal von Partnerbörsen im klassischen Sinn. Ich rede nicht davon, die ‘große Liebe’ in der weiten Welt der vernetzen Nullen und Einsen zu suchen, sondern darum, sich ihr nicht zu verschließen, sollte man sie zufällig finden. Es eben einfach zuzulassen, jemanden sympathisch zu finden, den man noch nicht gesehen hat. Aus genau dieser Sympathie kann sehr viel mehr werden, behaupte ich.

“Man kann sich doch nicht in jemanden verlieben, den man nicht kennt!”, heißt es – doch was macht es eigentlich aus, dieses ‘Kennenlernen’?

Der Unterschied zur klassischen Variante ist: Man lässt alle Oberflächlichkeiten beiseite. Selbstverständlich tauscht man Fotos aus und in Zeiten von Facetime und Skype sind auch Videochats keine Seltenheit; trotzdem ist es etwas vollkommen anderes, wenn man jemanden zuerst mit den Augen ergründet. Doch viel wichtiger ist es, den Charakter des anderen kennen zu lernen – seine Stärken und Schwächen, seine Ansichten und Lebensziele. Meiner Meinung nach kenne ich eine Person, wenn ich weiß, wie sie denkt und fühlt, wie sie spricht und schreibt, wie sie sich gibt. Und jetzt, wo ich genauer darüber nachdenke, wage ich sogar, zu behaupten: Es ist besser, sich online kennen zu lernen.

Man konzentriert sich auf die wirklich wichtigen Dinge, auf die inneren Werte, die Einstellung des anderen gegenüber sämtlichen Dingen. Man telefoniert tagelang nahezu rund um die Uhr und lernt sich so intensiv kennen, wie man es bei einem herkömmlichen Date nicht tut – was nicht heißt, dass man es nicht trotzdem könnte, aber meistens ist es eben nicht so. Man spricht viel über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Darüber, was wirklich zählt, und über Nichtigkeiten. Über Kompromissbereitschaft und wobei man eventuell nicht bereit ist, Kompromisse einzugehen. Über die eigene Kindheit und Familie und darüber, welche Fehler man später nicht selbst machen möchte. Wie man die erste gemeinsame Wohnung einrichtet und wo man sich überhaupt vorstellen kann, zu wohnen. Eben über alles, was irgendwann mal wichtig war oder sein könnte. Nicht unbedingt intensiver und intimer, als man es bei einem ‘normalen’ Dateverlauf tun würde – aber doch deutlich eher.

Man hält sich nicht so lange mit Belanglosigkeiten auf, sondern tauscht sich so schnell es geht über so vieles wie möglich aus; einfach, um den Haken zu finden. Und je mehr Gemeinsamkeiten man während dieser intensiven Zeit entdeckt, umso unwichtiger wird der Rest.

Denn was wirklich zählt, kann man nicht sehen oder berühren. Man muss es fühlen.

q. e. d.

Wer behauptet, man kann sich nicht verlieben, ohne sich vorher gesehen zu haben, unterstellt Blinden auch, dass sie nicht lieben können.